Historie/Geschichte

1987 geschah etwas für damalige Verhältnisse Ungewöhnliches: 2 Städte, verbunden durch die Elbe, aber getrennt durch die innerdeutsche Grenze, beschlossen eine Partnerschaft, die für das gegenseitige Verständnis im damals geteilten Deutschland wesentliches beigetragen hat.

Vertieft wurden die Beziehungen besonders dann, als Hamburg nach der Wende in Dresden ein Büro einrichtete und den Staatsrat a.D. Helmut Bilstein zum Leiter berief. Seine Aufgabe war es, die städtepartnerschaftlichen Beziehungen zu begleiten und zu unterstützen. So wurde viel zum Aufbau neuer Verwaltungsstrukturen beigetragen. Institutionen, Vereine und Firmen zum Wohle der Menschen in Verbindung gebracht. Wirtschaftskontakte geknüpft oder vertieft, kulturelle, gesellschaftliche und sportliche Verbindungen angebahnt und gefördert. Zu soziale Einrichtungen, Krankenhäusern und anderen Institutionen wurden Verbindungen geschaffen, Austausch von Mitarbeitern arrangiert und auf diese Weise Kenntnisse und Informationen vermittelt.

Das Hamburg-Büro, ab 1992 geleitet von Gerd Hoffmann, trug so dazu bei, dass zwischen Dresdnern und Hamburgern enge Verbindungen und in vielen Fällen Freundschaften entstanden, die auch noch heute bestehen. Hamburg-Sächsische-Abende, Hamburger-Stammtische und andere Treffen wurden zu selbstverständlichen Begegnungen.

Als das Hamburg-Büro dann im Herbst 1995 als Ergebnis der normal gewordenen Beziehungen zwischen beiden Städten aufgelöst werden sollte, empfanden es viele Dresdner, aber auch viele Hamburger in Dresden dies als eine sehr bedauerliche Entwicklung. Bemühungen zu einer Lösung führten dann auf Grund einer Anregung des für die Beziehungen beider Städte sehr verdienstvollen Hamburger Ersten Bürgermeisters, Dr. Henning Vorscherau, zur Gründung des Freundeskreises Dresden-Hamburg e.V.

Bei der Gründungsversammlung am 6. November 1995 im Taschenberg-Palais entschieden sich die Anwesenden für einen solchen Verein. 

Die Liste der Gründungsmitglieder enthält die Namen und Unterschriften von 25 Dresdnern und Hamburgern. Eine Satzung wurde verabschiedet und ein Vorstand gewählt. Bernd Engelmeier, als erster Vorsitzender, wurde nach seiner Abgabe des Vorsitzes zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Diesen Titel haben danach auch die nachfolgenden Vorsitzenden Wolf-Dieter Müller und Jürgen Eggert erhalten. Inka Hüning leitet seit 2023 den Verein als Vorsitzende.

Der Verein hat nach seiner Gründung mit viel Engagement und Erfolg versucht auch die Aufgaben des Hamburg-Büros fortzusetzen.

Hervorzuheben ist sein Einsatz bei der Flutkatastrophe in Dresden und Umgebung im Jahre 2002. Bei den Beratungen und Entscheidungen für Hamburgs Hilfe hat der Vorstand des Vereins im Hamburger Rathaus regelmäßig mitgewirkt und auch selbst personelle und materielle Hilfe organisiert.

Das Schwergewicht der Vereinsarbeit lag zunächst bei der Unterstützung zum Aufbau moderner Strukturen. Das ist in der jüngeren Vergangenheit zwangsläufig in den Hintergrund getreten. Aber die Pflege der vielfältigen Beziehungen und die Hilfe beim Entstehen und dem Erhalt freundschaftlicher Verbindungen hat nichts von seiner Bedeutung eingebüßt.

Zum 30-jährigen Jubiläum des Vereins, 2025, haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, die Städtepartnerschaft der beiden Städte in den Rathäusern wieder zu intensivieren.

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